Künstlersozialabgabe

Aus Gründen der Fairness und Integrität weise ich darauf hin, dass UnternehmerInnen, die Leistungen eines Designers/Texters kaufen, eine Abgabe an die Künstlersozialkasse (KSK) leisten müssen.
Abgabepflicht bei der Verwertung von Design-Leistungen (PDF der KSK)

"Was ist denn das?"

Die Abgabe ist vergleichbar dem Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung. Sie wird von der Künstlersozialkasse erhoben, nicht von den Künstlern. Und Künstler haben darauf auch gar keinen Einfluss.
"Dann gehe ich eben zu einem Künstler, wo sie nicht anfällt!" Geht leider nicht. Die Abgabe fällt immer an (außer, wenn Sie den Flyer selbst machen). Sie hängt nämlich nicht am Künstler, sondern an der Leistung: egal, wer die Leistung erbringt, die Abgabe ist fällig. Auch bei Künstlern, die nicht darauf hinweisen - denn Künstler müssen gar nicht darauf hinweisen. Und auch bei Künstlern, die nicht in der Künstlersozialkasse versichert sind. Ist blöd, aber man kann nichts dagegen machen.

"Und wieviel ist das?"

Die Höhe der Abgabe wird jedes Jahr neu festgelegt. Im Jahr 2008 betrug sie 4,9 % des Rechnungsbetrages, im Jahr 2009 beträgt sie 4,4 %, und in 2010 wird sie auf 3,9 % gesenkt. Rechenbeispiel (ohne Gewähr!): Bei einem Gesamtrechnungsbetrag von 1000,-, der in 2009 fällig ist, beträgt die Künstlersozialabgabe EUR 44,-. "Und was passiert, wenn ich es einfach nicht anmelde? Die Unternehmer sind verpflichtet, die Leistung selbst bei der Künstlersozialkasse anzumelden. Wie Sie das machen, wird auf der Website der KSK erklärt. Was genau passiert, wenn Sie es nicht tun, weiß ich auch nicht. Ich habe etwas von Ordnungswidrigkeit und Bußgeld gelesen. Bitte lesen Sie es sicherheitshalber selbst nach.

"Kann ich dazu noch mehr erfahren?"

Ja, ich bitte Sie dringend, die Seite der Künstlersozialkasse zu besuchen, damit Sie dort alle erforderlichen Informationen abrufen können. Die Texte sind in Amtsdeutsch, aber ich hoffe, Sie kommen dennoch einigermaßen zurecht. Anmelde- und Erhebungsbogen (mehrseitiges PDF der KSK)

(Text mit freundlicher Genehmigung von Michaela Albrecht)